Trockenheitsverträgliche Stauden
Unsere Stauden haben verschiedene Strategien entwickelt, um sich gegen längere Trockenperioden zu schützen.
Die bekanntesten Trockenkünstler sind sicher Teppichfetthennen und Dachwurze. Sukkulenten, die fleischige Blätter haben, welche die Fähigkeit besitzen viel Wasser in ihrem Gewebe zu speichern.
Viele mediterrane Pflanzen, wie Lavendel, Heiligenkraut oder auch Zistrosen, schützen sich mit feinen Härchen und einer dicken Wachsschicht auf den Blättern vor übermäßiger Verdunstung. Besonders ausgeprägt sind die Haare beim Wollziest, die sogar von Wollbienen als Baumaterial für ihre Brutnester genutzt werden.
Präriestauden und andere Vertreter von Steppenlandschaften bilden ein sehr tiefes Wurzelwerk aus, um Feuchtigkeit aus den unteren Bodenschichten zu ziehen. Im Optimalfall ist diese Wurzel als Rübe ausgebildet, die zusätzlich Wasser und Nährstoffe speichern kann.
Vertreter der Gebirgspflanzen bilden einen kugligen Wuchs aus. Dieser hilft ihnen vor allem, sich vor trockenen Winden zu schützen.
Besonders eindrucksvoll sind hier Pflanzen der Dornpolsterfluren, wie man sie z.B. in Bulgarien, Spanien oder Marokko antreffen kann. Beispielgebende Arten sind Acantholimon creticum oder Astragalus angustifolius.
Waldstauden haben oft ein ausgeprägtes Wurzelwerk oder einen trichterförmigen Wuchs um Wassertropfen, die von den Kronen der Bäume fallen, aufzufangen.
Es ist also wichtig die passenden Trockenkünstler zum vorhandenen Standort zu finden.
Die besten Stauden für die trockene Standorte
Stauden für vollsonnige Standorte mit sandigem Boden
- Wollziest – Stachys byzantina
- Natternkopf - Echium vulgare
- Hohe Fetthenne – Sedum telephium
- Heiligenkraut – Santolina chamaecyparissias
- Lavendel – Lavandula angustifolia
- Steppenwolfsmilch - Euphorbia seguieriana
- Prachtkerze - Gaura lindheimeri
- Blauraute - Perovskia atriplicifolia
- Kokardenblume - Gaillardia aristrata
- Steppensalbei – Salvia nemorosa
Stauden für absonnige Standorte mit sandigem Boden
- Blutstorchschnabel - Geranium sanguineum
- Gamander - Teucrium chamaedrys
- Pfirsichblättrige Glockenblume - Campanula persicifolia
- Bergenie - Bergenia cordifolia
Stauden für schattige Standorte mit sandigem Boden
- Funkien – Hosta in Sorten
- Hoher Strochschnabel - Geranium phaeum
- Tüpfelfarn - Polypodium vulgare
- Sternmiere – Stellaria holostea
- Koralleniris – Iris foetidissima
- Immergrünchen - Vinca minor
Stauden für Standorte mit viel Wurzeldruck
- Geranium nodosum
- Brunnera macrophylla
- Liriope muscari
- Aster divaricathus
- Epimedium x warleyense Orangekönigin
Besondere Stauden für den trockenen Steingarten
- Acantholimon creticum
- Astragalus angustifolius
- Erodium guttatum
- Linum tenuifolium
- Achillea umbellata
- Convolvulus x sündermannii
- Pellea atropurpurea
Auch Gartenbesitzer mit lehmigen Böden kämpfen im Sommer mit Hitzeperioden und Trockenheit, doch lehmige Böden können viel mehr Wasser und Nährstoffe speichern als magere, sandige Böden.
Problematisch bei Lehmböden ist die harte Kruste, die sich im Sommer bildet und dafür sorgt, dass das Regenwasser oberflächlich abfließt und nicht mehr in den Boden eindringen kann.
Für Beete mit lehmigem Boden ist eine lockere, ca. 7cm dicke Mulchschicht z.B. aus Spielsand unerlässlich. Diese Mulchschicht sorgt dafür, dass sich die Bodenoberfläche im Frühling schneller aufwärmt, im Sommer nicht festbackt und im Winter besser abtrocknet.
Schöne Stauden für lehmigen Boden in südexponierten Beeten sind z.B.:
- Ziest - Stachys officinalis
- Seifenblume - Saponaria x Sigurd
- Bergquendel – Calamintha nepeta
- Moschusmalve – Malva moschata
- Schafgarbe - Achillea x Moonshine
- Kugeldistel – Echinops ritro